7. Fraser Island: 120 Kilometer Sandstrand und Buckelwale

Die größte Sandinsel der Welt haben wir mit dem Geländebus und vom Flugzeug aus erkundet. Bei unserem Rundflug mit der Air Fraser über den 75 Miles Beach haben wir unter anderem auch Buckelwale im Pazifik vor der australischen Ostküste gesehen | Direkt zu den Tipps für Fraser Island

Whale Watching aus der Luft vor Fraser Island

Gewarnt wird in Australien allenthalben: Vor giftigen Schlangen, zuschnappenden Krokodilen oder gefährlichen Haien. Auf Fraser Island sind es Dingos, die per „Steckbrief“ an den Punkten ausgehängt sind, an denen sich neugierige und möglicherweise unvorsichtige Touristen regelmäßig aufhalten: An der „Central Station“ zum Beispiel, im Inselinneren, wo es die üppige Vegetation und mit ein wenig Glück auch seltene Vögel zu bestaunen gibt. Auch wenn man von der Hotel- und Restaurantanlage Eurong an der Pazifikseite an den 75 Miles Beach geht, muss zunächst ein Warnschild mit einem grimmig dreinschauenden Dingo passiert werden.

Auf Fraser Island wird vielerorts vor Dingos gewarnt

Pech – oder Glück? Wir sind bei unserem Besuch auf der größten Sandinsel der Welt keinem dieser vor Tausenden Jahren verwilderten Haushunde begegnet. Dafür haben wir Buckelwale gesehen – und zwar aus der Luft bei unserem Flug mit Air Fraser über die Insel, die übrigens doppelt so groß ist wie Rügen und abgesehen von ein wenig Vulkangestein sowie fast 200 Süßwasserseen nur aus Sand besteht. Bis vor 10.000 Jahren war das Eiland noch mit der australischen Ostküste verbunden. Heute zählt Fraser Island zu den wichtigsten touristischen Anziehungspunkten des australischen Bundesstaates Queensland.

Bilderbuch: Fraser Island

Überall Sand auf Fraser Island: Der Strand ist etwa 120 km lang

Start mit Air Fraser auf dem Sandstrand

Lake McKenzie aus der Luft

Inge am weißen Sandstrand von Lake McKenzie

Der 75 Miles Beach mit dem Wrack des Luxusliners S.S. Maheno

Teile des Wracks der S.S. Maheno am Strand

Höhepunkt des Rundflugs: Whale Watching aus der Luft

Abschied von Fraser Island: Rückfahrt mit der Fähre nach Hervey Bay

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Wir waren mit Steve von der Agentur „Fraser Explorer Tours“ in einem geländegängigen Bus auf der Insel unterwegs. Der etwas kauzig wirkende Fahrer und Reiseleiter in Personalunion redete den ganzen Tag in einem solch brutalen australischen Akzent auf uns ein, dass wir schon nach wenigen Minuten den Versuch aufgaben, seinen ganz bestimmt gut gemeinten Ausführungen über die Insel sowie deren Flora und Fauna zu folgen. Später erfuhren wir von aus Melbourne stammenden Mitreisenden, dass sie ebenfalls kaum etwas von dem verstanden hätten, was Steve zu erzählen hatte. Macht nichts. Der Ausflug mit Aufenthalten im Inselinnern, rasanter Fahrt über den 75 Miles Beach einschließlich Besichtigung des Schiffswracks des 1935 hier auf Grund gelaufenen ehemaligen Luxusliner S.S. Maheno sowie Bade- und Fotostop am herrlich gelegenen Lake McKenzie war rundum gelungen. Zu einem Höhepunkt wurde der Tag durch den 20 Minuten dauernden Rundflug mit Air Fraser mit Start und Landung auf dem langen Sandstrand.

Die sympathischen Piloten von Air Fraser

Tipps für Fraser Island

Regelmäßige Fährverbindungen nach Fraser Island bestehen von Hervey Bay aus – etwa auf der Mitte der 120 km langen Insel – sowie von Rainbow Beach im Süden. Da es auf der Insel ausschließlich extreme Sandpisten gibt, sind nur besondere Fahrzeuge mit Vierradantrieb zugelassen. Es empfiehlt sich daher eine geführte Tour zu buchen, die allerdings – unabhängig von den Anbietern – recht teuer ist. 

Wir haben für die Tagestour mit Fraser Explorer Tours von/bis zu unserem Motel in Hervey Bay 210 AUS $ (135 Euro) pro Person bezahlt. Darin enthalten waren die Fährfahrten und ein „bescheidenes“ Buffet zum Mittagessen. Hinweis: Die Fahrten mit dem Geländebus sind recht anstrengend und für „empfindliche Mägen“ eher nicht geeignet. Den Rundflug mit Air Fraser (15 Minuten) haben wir direkt vor Ort mit 80 AUS $ (50 Euro) pro Person bei den Piloten bezahlt. Das hat sich unbedingt gelohnt.

Stand der Informationen: 26. September 2018. Alle vorstehenden Angaben wurden vor Veröffentlichung sorgfältig geprüft. Eine Gewähr für die Richtigkeit bzw. Aktualität (z.B. von Öffnungszeiten und/oder Eintrittspreisen) kann nicht übernommen werden. Falls Sie falsche bzw. unvollständige Informationen entdecken, schicken Sie mir bitte eine E-Mail an@horst-mueller.de