Mit Schnutenpulli durch Spätsommer und Herbst

Die mehr oder weniger schicken Gesichtsmasken werden uns weiter durch den Hamburger Spätsommer und wohl auch durch den Herbst begleiten. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat Mitte August den Bürger*innen der Hansestadt keine Hoffnung auf “große Lockerungsschritte” gemacht. So ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass  die “Maskenpflicht” beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln fallen wird. | Titelbild: Hamburgs Original “Zitronenjette” mit “Maske”

"Masken"müssen auch an Haltestellen und Bahnhöfen getragen werden

Im Gegenteil: Wer ab Montag (24. August) ohne korrekt angelegten Mund- und Nasenschutz in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Hansestadt, einschließlich in Bahnhöfen und in Haltestellenbereichen angetroffen wird, muss nunmehr 40 € Strafe zahlen. Klar, auch uns ist aufgefallen, dass die “Maskenpflicht” in Bussen, Bahnen und vor allem auch auf den Hafenfähren der HADAG vielfach nicht sonderlich ernst genommen wurde: Entweder wurde gar  kein Mund- und Nasenschutz angelegt – oder es baumelte nur ein Fetzen am Kinn herum. Auch für solche Nachlässigkeiten werden künftig Strafzahlungen fällig. 

Besucherin mit "Maske" im Miniatur Wunderland

Wenig  Probleme mit den “Masken” haben offensichtlich die meisten Besucher*innen unserer Stadt, wie wir in den vergangenen Monaten immer wieder selbst beobachten konnten. So zum Beispiel auf der Plaza der Elbphilharmonie am Montagabend: Zwar sind zu diesem Zeitpunkt nur wenige Besucher*innen auf der Aussichtspromenade der “Elphi” in 37 Metern Höhe. Dennoch tragen alle, die wir hier oben treffen, Mund- und Nasenschutz. Tage zuvor hatten wir schon im Miniatur Wunderland ähnliche Erfahrungen gesammelt. In der weltweit größten Modelleisenbahn in der Speicherstadt sind die Besucherkapaziäten im Zusammenhang mit den Corona-Schutzmaßnahmen ohnehin erheblich gesenkt worden. 

Mund- und Nasenschutz in Hamburg
  • In allen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Busse, Bahnen (U- und S-Bahnen), Hafenfähren
  • In allen Geschäften des Einzelhandels sowie auf Wochenmärkten
  • In Einrichtungen und an öffentlichen Orten – wo ausdrücklich darauf hingewiesen wird
"Schnutenpullis" auch auf den Hafenfähren

Auf den Hafenfähren der HADAG, wo die “Maskenpflicht” ebenso gilt wie in Bussen und Bahnen, wenden sich Schiffsführer*innen gelegentlich mit eindringlichen Lautsprecherdurchsagen selbst an Verweigerer: “Wenn ihr schon die Füße auf die Stühle legt, dann setzt euch wenigstens Masken dazu auf”, forderte eine Schiffsführerin auf der Linie 62 zwischen Neumühlen und Dockland eine Gruppe Jugendlicher auf. Ihr Kollege auf der “64” wurde nach der Abfahrt in Finkenwerder noch deutlicher: “Wenn ihr nicht gleich den Schnutenpulli aufsetzt, ist für euch am Rüschpark die Fahrt zu Ende – und da wollt ihr nicht wirklich hin”, hallte es über Deck. Mit sofort sichtbarem Erfolg.