TOP 5 – meine Lieblingsziele 2025

Mit Kapstadt in Südafrika, dem britischen Überseegebiet Bermuda und der Karibikinsel St. Lucia liegen gleich drei Fernziele an der Spitze meiner Top 5 des Jahres 2025. Danach folgen mit dem Nordkap und Skagen, der nördlichsten Stadt des dänischen Kernlands, zwei herrliche nordische Kreuzfahrtziele auf den Plätzen 4 und 5.

1. Kapstadt: Zwischen Traumstränden und  traumhaften Aussichten

Sonnenaufgang über Kapstadt

Es gibt Städte, die einen sofort in ihren Bann ziehen, und Kapstadt gehört definitiv dazu. Die „Mother City“ bietet eine Mischung aus Natur, Kultur und Urbanität, die weltweit ihresgleichen sucht. Wir genossen die klassischen Postkartenmotive: ein Picknick bei Sonnenuntergang auf dem Signal Hill, atemberaubende Aussichten vom Tafelberg und ausgedehnte Wanderungen entlang der weiten Strände im Westen der Stadt.

Am Kap der guten Hoffnung

Von Kapstadt aus fuhren wir entlang der malerischen Südküste nach Hermanus an der Whale Coast und weiter über die berühmte Garden Route bis nach Wilderness, wo wir den einzigen Regentag unserer Reise in einem prachtvoll ausgestatteten Apartment überbrückten. Zurück ging es durch Winelands – inklusive einer frühmorgendlichen Ballonfahrt – auf die Kap-Halbinsel. Nach dem Besuch des Kaps der Guten Hoffnung mussten wir bald schon wieder Abschied nehmen, nicht ohne zuvor den kleinen afrikanischen Pinguinen am Boulders Beach zu versprechen, dass wir ganz bestimmt zurückkehren werden. Schließlich gibt es in Südafrika noch so viel zu entdecken. | Reisetagebuch „Zum Kap der guten Hoffnung“

2. Bermuda: Rosa Inseln im Atlantik

Das Bermuda-Schild in der Hauptstadt Hamiliton

Genau 43 Tage dauerte die Kreuzfahrt mit der AIDAmar von Hamburg in die Karibik und zurück, die ich gemeinsam mit Inge im November und Dezember als Lektor begleitet habe. Von den 16 Anlaufhäfen hat uns das britische Überseegebiet Bermuda besonders beeindruckt. Der Horseshoe Bay Beach, ein langer und breiter Sandstrand mit angrenzenden kleinen Buchten, gehört zweifelsohne zu den schönsten Meeresoasen, die wir bislang besucht haben. Zur Faszination trägt vor allem der rosa schimmernde Sand bei, der durch zerriebene rote Schalen von Einzellern entsteht, die vom Meer angespült werden.  

Der rosa leuchtende Horseshoe Bay Beach

Überhaupt ist Rosa die Farbe von Bermuda. In der hübschen Hauptstadt Hamilton sind viele Häuser in diesem Ton getüncht. Zudem ist Rosa die bevorzugte Farbe der berühmten Bermuda-Shorts, die auf den acht bewohnten Hauptinseln selbst bei formalen Anlässen und im Geschäftsleben getragen werden. Die Inselgruppe liegt gut 1.000 km vom nordamerikanischen Kontinent entfernt isoliert im Atlantik. Das Klima ist ganzjährig angenehm; es wird selten wärmer als 30 Grad, aber auch kaum kühler als 15 Grad. Wir waren diesmal nur knapp anderthalb Tage auf Bermuda – das ist viel zu wenig. Also kommen wir Ende November 2026 noch einmal auf die „rosa Inseln“ zurück. 

3. St. Lucia: (Fast) die ganze Karibik auf einer Insel

Mit dem Boot in Richtung Pitons

Auf der zuvor erwähnten langen Kreuzfahrt haben wir insgesamt neun Inseln in der Karibik besucht. Eigentlich hätten es fast alle verdient, in meine Top-Ziele aufgenommen zu werden. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch St. Lucia, eine der „Inseln über dem Winde“, die geografisch zur Gruppe der Kleinen Antillen gehört. Politisch ist St. Lucia seit 1979 unabhängig. Mit etwa 180.000 Einwohnern auf einer Fläche von 616 km² entspricht die Größe etwa zwei Dritteln der Insel Rügen.

Marigot Bay auf St. Lucia zählt zu den schönsten Buchten in der Karibik

Wer St. Lucia besucht, sollte sich vor allem auf die Sehenswürdigkeiten außerhalb der quirligen, aber wenig attraktiven Inselhauptstadt Castries konzentrieren. Zum Pflichtprogramm zählen die Pitons, zwei markante Vulkankegel, die steil aus dem Meer aufragen. Man kann sie wunderbar vom Wasser aus bei einer Bootstour oder über gut präparierte Wanderwege bestaunen. Zudem empfehle ich einen Besuch der Marigot Bay, einer der idyllischsten Buchten der Karibik. Darüber hinaus bietet St. Lucia dichten Regenwald im Inselinneren, historische Festungen und die (für die Nase gewöhnungsbedürftigen) Schwefelquellen.

4. Nordkap: Faszination der Mitternachtssonne

Mitternachtssonne über dem Nordkap

Zugegeben – ich war bislang nicht der größte Nordkap-Fan, da bei meinen bisherigen Besuchen im hohen Norden Norwegens das Wetter selten mitgespielt hat. Das war diesmal anders. Als wir Ende Juni 2025 kurz nach Mitternacht das Plateau erreichten, begrüßte uns die Mitternachtssonne. Sie setzte sich stundenlang gegen drohende Wolken durch, bis auch die letzten Ausflügler der AIDAbella das Felsplateau mit der berühmten stählernen Weltkugel verlassen hatten. Alle waren restlos fasziniert.

Herrlicher Aussichtspunkt auf dem Storfjellet

Zudem hat der etwa 35 km südlich gelegene Hafen Honningsvåg mit der „Nordkaptrappa“ eine neue Attraktion zu bieten. Über etwa 1.000 Stufen einer kunstvoll angelegten Sherpa-Treppe erreicht man wunderbare Aussichtspunkte auf dem Hausberg Storfjellet. Der Aufstieg lohnt sich: Der Ausblick aus gut 300 Metern Höhe auf den Hafen, die Kreuzfahrtschiffe und die karge Bergwelt ist einfach atemberaubend.

5. Skagen: Wo sich Nord- und Ostsee treffen

Das Wippfeuer vor den Dünen von Skagen

In diesem Jahr war ich gleich zweimal in Skagen an der Nordspitze der dänischen Insel Vendsyssel-Thy, die bei uns eher als Nordjütland bekannt ist. Während das Wetter im Juni eher typisch „durchwachsen“ war, strahlte im Oktober fast den ganzen Tag die Herbstsonne. Zum Pflichtprogramm gehört hier die Wanderung vom Hafen bis zur gut vier Kilometer entfernten Sandspitze Grenen, wo Skagerrak und Kattegat – und damit Nord- und Ostsee – aufeinandertreffen.

Äußerste Spitze der Halbinsel Odde: Skagerrak (links), Kattegat (rechts)

Bei dem herrlichen Herbstwetter bin ich zunächst durch die hübsche Innenstadt zum Strand spaziert. Dann ging es etwas kräftezehrend durch den tiefen Sand weiter, vorbei am „Vippefyr“ (einem historischen Wippfeuer). Der Weg führte an alten Bunkern der Wehrmacht vorbei bis zum aktiven Leuchtturm „Grå Fyr“. Nach weiteren 1,5 Kilometern war die schmale, weit ins Meer reichende Sandspitze von Grenen erreicht. Zur Belohnung gab es auf dem Rückweg am Hafen einen „Toast Skagen“. Diese mit Eismeergarnelen und Salat belegten Weißbrotscheiben sind so lecker, dass ich mich schon jetzt wieder nach Dänemark sehne.

Sonnenaufgang über Winelands bei Kapstadt