US-Westküste

Hinweis: Durch Aufruf der vorstehenden Rubriken „Autoroute mit Google Maps“ mit der Umschalttaste werden von Google auch Daten über die Nutzung der Kartenfunktionen durch Besucher erhoben, verarbeitet und genutzt. Weitere Hinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zurück zu Hause – und die schönen Erinnerungen an unsere Reise durch Teile des Westens der USA werden uns hoffentlich die Rückkehr in den – durchaus nicht immer grauen – Alltag ganz bestimmt erleichtern. Vom 17. August bis 9. September 2010 haben wir rund 3.000 Kilometer mit dem Mietwagen zurückgelegt, dabei unvergessliche Eindrucke gesammelt und jede Menge Schnappschüsse gemacht. Einige davon haben wir in der vertonten Slideshow „Bilder aus Amerika“ (ca. 8 Minuten) zusammengestellt.

VIDEO: Bei Aufruf des  Videos durch Anklicken des Startsymbols in der Bildmitte wird eine Verbindung zu Servern von YouTube hergestellt. Weitere Hinweise dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung.

1. Los Angeles/Kalifornien

Employee of the month

18. August 2010 | Tagebuch US-Westen, Teil 1: Flug und Ankunft in Los Angeles  

Julia mit unserem komfortablen Mietwagen

Das war fast schon ein perfekter Start in die großen Ferien. Abgesehen von der – fast schon obligatorischen – Verspätung beim Abflug in London-Heathrow, lief alles pünktlich, glatt und völlig stressfrei. Obwohl wir in London über eine Stunde in der Maschine auf den Start warten mussten, kamen wir pünktlich in Los Angeles an.

Die erste Überraschung erlebten wir beim Mietwagen-Verleiher „Alamo“. Weil in der gebuchten Kategorie „SUV Intermediate“ nur noch zwei Wagen zur Auswahl zur Verfügung standen, wurden wir „upgegradet“. Die nächsten 3 1/2 Wochen sind wir jetzt mit einem stattlichen „KIA Borrego“ unterwegs. Möglich gemacht hat das Edgar, den wir sogleich zum „Employee of the month“, zumindest von „Alamo“ ernannten.

Bis zum 10. September haben wir uns folgende Ziele vorgenommen: San Diego mit Tijuana, Las Vegas mit Grand Canyon, Death Valley, Lake Tahoe, Napa Valley, San Francisco, Highway Nummer One (mit viel Zeit) und schließlich zum Abschluss den Raum um Los Angeles mit den bekannten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen wie Hollywood, Beverly Hills, Universal Filmstudios sowie Disneyland in Anaheim. Wenn es keine technischen Probleme gibt, halten wir euch in unserem Tagebuch auf dem Laufenden.

2. South Coast/Kalifornien

Ein kurzer „kalifornischer Traum“

19. August 2010 | US-Westen, Teil 2: Entlang der South Coast von Los Angeles nach San Diego.

Erstes Familienbild des Urlaubs auf dem Anwesen von Inges Schulfreundin Sophie bei Laguna Beach

Wer es eilig hat, fährt über den Interstate Highway 5 von Los Angeles nach San Diego und braucht außerhalb der rush hour für die knapp 200 Kilometer rund zwei Stunden. Weil wir im Urlaub sind, haben wir uns für die Fahrt auf der legendären Highway Number 1 entschieden und zuerst in Costa Mesa das „South Coast Plaza“ angesteuert. Der zunächst unscheinbare Gebäudekomplex entpuppt sich bald als grenzenlos erscheinendes Einkaufsareal, für das man auch ganze Tage aufwenden könnte; vorausgesetzt, dass man nicht auf Schnäppchenjagd ist. Das zweitgrößte Shopping Center der USA wird vor allem von Niederlassungen teurer Modemarken beherrscht. Der Apple Store in einem Nebengebäude macht da eher einen bescheidenen Eindruck.

Inge mit ihrer Schulfreundin Sophie

Inge ist in Madrid auf die Deutsche Schule gegangen und ich habe inzwischen schon mehrere ihrer ehemaligen Klassenkameraden kennen- und schätzen gelernt. Am Mittwoch war ich allerdings sprachlos. Sophie wohnt zwischen den bekannten Badeorten Newport Beach und Laguna Beach in einem wundervoll gelegenen Haus direkt an einer Lagune. In dem geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer, das zwei- bis dreimal die Fläche unserer gesamten Doppelhaushälfte haben dürfte, dringt Licht durch Glasplatten in der Decke ein. Davor auf der Terrasse hat Sophie Leckereien bereitgestellt. Julia kann von den großen kalifornischen Erdbeeren einfach nicht genug bekommen. Am Ende des eigenen Bootsstegs ist die größte Yacht weit und breit vertäut. Wir erleben einen Nachmittag lang den „kalifornischen Traum“ hautnah und schwärmen immer noch, als wir später auf der „1“ im Schritttempo durch den quirligen Küsten- und Künstlerort Laguna Beach in Richtung San Diego weiterfahren.

Sonnenuntergang an der South Coast von Kalifornien

Bevor wir unser Tagesziel La Jolla bei San Diego erreichen, erleben wir noch einen der oft beschriebenen, gefilmten und fotografierten Sonnenuntergänge an der South Coast in Kalifornien. Und damit geht unser kurzer „kalifornischer Traum“ zu Ende – zumindest für heute.

3. San Diego/Kalifornien

Grüße aus dem „FDGB-Ferienheim“ in Myrtle Beach

20. August 2010 | Tagebuch US-Westen, Teil 3: Für einen Tag im Meeresthemenpark  Sea World in San Diego.

Orcas machen "Männchen" in der Sea World Show

Es gibt so etwas wie „Pflichtprogramme“ auf fast jeder Reiseroute. Wer – zumindest zum ersten Mal – nach San Diego kommt, sollte sich einen Tag Zeit für Sea World nehmen. Genau das haben wir am Donnerstag gemacht und zehn Stunden lang Orcas (Killerwale), Delphine Haie, Seelöwen und viele andere Meerestiere in den riesigen Becken und Aquarien beobachtet sowie während der legendären Shows bestaunt. Zwischendurch gab’s Fahrten auf Wildwasserbahnen, eine gewagte Hubschrauberexpedition in die Antarktis sowie 4D-Kino mit den Helden der Sesamstrasse.

Was ist 4D? Ganz einfach – neben den inzwischen hinlänglich bekannten Spezialeffekten des 3D-Kinos, die in Sea World perfekt und dazu auch noch witzig dargeboten werden, gibt‘ s hier für die Besucher gelegentlich auch noch kurze Duschen, wenn Ernie beispielsweise mit der Wasserpistole wild um sich spritzt.

Julia mit einem Seestern

So ein unterhaltsamer Tag hat allerdings auch seinen Preis, zumal in Südkalifornien, wo die Preise deutlich über dem Niveau der Ostküste liegen. Der Eintritt zur Sea World kostet allein schon 69 Dollar pro Person, auch für Kinder ab zehn Jahren. Immerhin hatten wir Glück. In der Warteschlange vor der Kasse am Eingang, erhielt ich von einem Mitwartenden unvermittelt einen Gutschein über 20 Dollar zugesteckt, der für die ganze Familie akzeptiert wurde. Von den eingesparten 60 Dollars konnten wir die Nebenkosten begleichen. Die sind bei Sea World besonders happig: Ein Eis am Stiel gibt’s für 3,69 Dollar, eine kleine Flasche Wasser kostet drei Dollar und für ein Mini-Hotdog sind gar sieben Dollar fällig; jeweils plus Steuer, versteht sich. Zuvor hatten wir den Mietwagen bereits für zwölf Dollar auf dem Parkplatz am Gelände abgestellt.

Julia, Inge und die anderen Pretty Flamingos in Sea World

Und trotzdem hat es sich gelohnt. Sea World bietet so viele unterschiedliche Attraktionen, dass vor allem Kinder einen Tag nicht nur grenzenlosen Spaß haben, sondern in den Aquarien nebenbei auch noch einiges über Meerestiere und Flussbewohner lernen können. Enttäuscht waren wir lediglich von der Delphin-Show, ehemals das Aushängeschild des Parks. Statt Flippers Erben schwammen und tauchten vor allem Artisten in dem Becken des „Dolphin Stadiums.“Die in diesem Jahr erstmals aufgeführte Show unter dem Titel „Blue Horizons“ wirkte auf uns eher wie ein zwar üppig ausgestattetes, allerdings schlecht inszeniertes Broadway-Musical in dem die Delphine eigentlich nur noch Nebenrollen hatten. Schade.

Kaum Fahrgäste für Tijuana Taxis

20. August 2010. Im 4. Tagebucheintrag berichten wir über einen Ausflug von San Diego ins fast benachbarte Tijuana in Mexiko. Wie sich später herausstellte, war das durchaus kein ungefährliches Unterfangen.

Inge und Julia im Zenrtrum von Tijuana

Als wir das letzte Mal Tijuana von San Diego aus besucht haben, war die mexikanische Grenzstadt noch ein quirliger Marktplatz, vor allem für us-amerikanische Touristen. Jetzt, 14 Jahre später, scheint die Avenida Revolucion, wo früher die Händler ihre Waren bis auf die Mitte der breiten Gehsteige ausbreiteten, streckenweise wie verlassen. Wir haben fast den Eindruck, dass wir die einzigen Touristen an diesem Tag in Tijuana sind.

Life Guard Nancy bei der Arbeit

So auch in dem einfachen Straßenrestaurant, wo wir zum Mittag zu dritt eine Fajita-Platte bestellen und dafür eine herrliche Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, Scampis und geschmortem Gemüse für mindestens sechs Personen erhalten. Als wir am Ende schließlich 35 Dollar einschließlich großzügig bemessenem Trinkgeld bezahlen, verteilt der Wirt seine Einnahme in benachbarten Lokalen und Geschäften. Möglicherweise hat er damit Schulden beglichen.

Wir freuen uns über eine riesige Fajita-Platte zum Mittagessen

Wir wollten in Tijuana unter anderem einen neuen Koffer für möglichst wenig Geld kaufen. Einen Koffer haben wir in dem eher sperrlichen Warenangebot überhaupt nicht gefunden. Schließlich erstanden wir zwei Lederrucksäcke für jeweils 15 Dollar. Auf das früher obligatorische Feilschen um einen noch günstigeren Preis haben wir trotz Inges guter Spanischkenntnisse angesichts der traurig dreinblickenden Verkäufer besser verzichtet. Überhaupt sahen wir während unseres halbtägigen Aufenthalts nur wenige lächelnde Gesichter. Ein kleines Mädchen, dem Julia ein buntes Armband für einen Dollar abkaufte, strahlte zumindest für einen Moment.

Inge mit einer kleinen Straßenverkäuferin

Gleich nebenan, wo die etwa Fünfjährige, beobachtet von ihrer Mutter im Hintergrund, auf dem Gehsteig die bunten Ketten und Armbänder anbietet, wird in einer Pharmacia Viagra zum offensichtlichen Schnäppchenpreis verkauft. Apotheken, die für Potenzmittel werben, Zahnärzte und Optiker sind überall in der Haupteinkaufsstraße sowie in den Nebenstraßen zu finden. Er habe für seine Brille nur 60 Dollar bezahlt, erzählt uns später ein Holländer mit Wohnsitz in San Diego auf der Rückfahrt im Transferbus zum Parkplatz auf der us-amerikanischen Seite der Grenze. In Kalifornien wären dafür mindestens 400 Dollar fällig gewesen.

Es ist nicht (mehr) viel los in den Souvenirläden in Tijuana

Trotzdem warten Tijuana Taxis an der Grenze häufig vergeblich auf Fahrgäste. Der wichtigste Grund ist wohl, dass Tijuana inzwischen als kriminelle Hochburg Mexikos gilt. In den vergangenen Jahren haben vor allem US-Medien regelmäßig über Bandenkämpfe im Drogenmilieu und von Überfällen, auch auf Touristen berichtet. Hinzu kommt, dass in den riesigen Factory Outlets im Süden Kaliforniens viele Dinge, für die früher auch Ortsansässige in Mexiko einkauften, unglaublich preiswert zu haben sind. Auch wir haben unseren Koffer schließlich auf der Rückfahrt im Outlet Center „Las Americas“ nur 500 Meter hinter der Grenze auf der kalifornischen Seite gekauft. Der Preis war von 350 auf 102 Dollar heruntergesetzt.

It never rains in Southern California

21. August 2010 | Tagebuch US-Westen, Teil 5: Das überwiegend schöne Wetter und weite Sandstrände sind die Highlights in San Diego. 

Julia am Ocean Beach von San Diego

Inge weckte uns am Morgen mit einer vermeintlich schlechten Nachricht: „Leute, ich glaube heute wird’s regnen.“ Tatsächlich blickten wir kurz darauf zum ersten Mal seit unserer Ankunft in Kalifornien in einen stark bedeckten Himmel – ausgerechnet an dem Tag, an dem wir die Strände in San Diego und Umgebung erkunden wollten.

Die Statue "Unconditional Surrender" vor dem Flugzeugträger "Midway"

Nach dem Frühstück hatten sich unsere Befürchtungen aber schon fast wieder erledigt. Als wir dann am späten Vormittag am Hafen von San Diego (mit dem Flugzeugträger „Midway“ und der riesigen Statue „Unconditional Surrender“) ankamen, strahlte wie gewohnt die Sonne aus dem durchgehend blauen Himmel.

Der stolze Vater filmt seine süße Tochter am Strand von San Diego

Dass der Sommer im Süden Kaliforniens in diesem Jahr vergleichsweise „kühl“ war, wie uns der Portier unseres Hotels erzählte, spürten wir allerdings später am Ocean Beach, als wir uns in die kalte Brandung des Pazifiks „stürzten“. Julia traf im Wasser zwei amerikanische Mädchen in ihrem Alter und hatte Gelegenheit, ihre Englischkenntnisse in der Praxis zu testen. Mit Erfolg – bevor sich die Drei verabschiedeten, tauschten sie noch ihre E-Mail-Adressen aus.

Die Familien am "Wilden Strand" von San Diego

Der Ocean Beach und das angrenzende Touristenviertel erinnerten uns etwas an den „Ballermann“ auf Mallorca. Mehr kalifornisches Strandgefühl – zumindest so, wie wir uns das vorgestellt hatten – kam später am Mission Beach auf. Dort verbachten wir noch Stunden im Sand, aßen in einem originellen Strandrestaurant und ließen es uns so richtig gut gehen. Als die Sonne unterging, zogen wieder dunkle Wolken auf – geregnet hat es allerdings nicht. Was Albert Hammond in den siebziger Jahren besungen hat, trifft wohl doch zu: „It never rains in Southern California“. Zumindest nicht während unseres viertägigen Aufenthalts in San Diego.

4. Las Vegas/Nevada

45 Grad Celsius

22. August 2010 | Tagebuch US-Westküste, Teil 6: Von San Diego durch die Mojawe Wüste nach Las Vegas. Jetzt wurde es ganz schön heiß.

Ankunft in Las Vegas am frühen Abend

Am Sonntagvormittag, als wir am Strand von La Jolla bei San Diego jugendliche Surfer zusahen, zeigte das Außenthermometer unseres Mietwagens gerade mal 20 Grad an. Gut drei Stunden später und rund 300 Kilometer weiter auf dem Weg nach Las Vegas hatten wir alle drei unseren bisherigen Hitzerekord bei weitem übertroffen. In der Mojawe Wüste erschien auf der digitalen Temperaturanzeige die Zahl 113. Das bedeutete nichts anderes, als eine Außentemperatur von 113 Grad Fahrenheit – oder 45 Grad Celsius.

Temperaturanzeige in unserem Mietwagen

Wenige Minuten zuvor waren wir auf einem Rastplatz erstmals mit der backofenartigen Hitze konfrontiert worden. Der kräftige Wind bestärkte uns in dem Gefühl, von einem übergroßen Staubsauger frontal angeblasen zu werden. Zum Glück lief unsere Klimaanlage reibungslos und wir mussten auch nicht in einem endlosen Stau ausharren, so wie wohl Tausende Autos auf der Gegenfahrbahn. Kaum zu glauben, mitten in der Wüste hatte sich an diesem Sonntagnachmittag ein Stau von etwa 25 bis 30 Kilometer Länge gebildet.

Fahrt über den endlos erscheinenden Highway durch die Mojawe Wüste

Wir hatten weniger Pech und erreichten Las Vegas am späten Nachmittag ohne Verkehrsbehinderungen auf der Wüstenautobahn. Schon als wir über den „Strip“ in Richtung unseres Hotels rollten, waren wir schier sprachlos… Warum? Das verraten wir im nächsten Tagebucheintrag.

Venedig in Las Vegas

24. August 2010 | Tagebuch US-Westen, Teil 7: „The Venetian“ – mit „Besichtigung“ unseres unglaublichen Hotels in Las Vegas.

Horst, Julia und Inge vor dem Luxushotel "The Venetian" in Las Vegas

Früher brauchte man eine Stunde, um sich im Hotel am Urlaubsort zurechtzufinden. Diesmal werden die fünf Tage, die wir im „Venetian“ in Las Vegas gebucht haben, wohl kaum ausreichen, um auch nur annähernd alle Bereiche dieses unglaublichen Hotels mit über 4.000 Suiten, Shops, Restaurants und den riesigen Spielsälen zu entdecken. Von unserer Suite brauchen wir rund 20 Minuten, um das in der Tiefgarage abgestellte Auto zu erreichen. Superhotels haben eben auch ihre Nachteile.

"The Venetian" am Abend

Bevor weitere Details folgen, zunächst der Hinweis, dass wir unsere Suite zum Preis eines Zimmers in einem deutschen Mittelklassehotel bekommen haben. In Las Vegas werden die Gäste nicht bei den Übernachtungspreisen, sondern beim „Zocken“ abkassiert. Zum Glück ohne uns.

Ein Teil unseres Zimmers im "The Venetian"

Im „Venetian“ können wir zwischen drei verschiedenen Pool-Landschaften wählen – wobei ein Bad bei durchgehend über 40 Grad Außentemperatur jetzt im Sommer nur wenig erfrischend ist. Aus diesem Grund wurden Teile von Venedig in der zweiten Etage des Hotels nachgebaut. Man bummelt unter dem künstlichen Himmel bei angenehmer Temperatur entlang des Kanals, vorbei an Boutiquen und Restaurants und beobachtet die Gondeln, die gelegentlich auch ein Hochzeitspaar an Bord haben.

Eine Hochzeitsgondel auf dem Canale Grande

Zurzeit laufen im „Venetian“ zwei große Shows: Das Musical „Phantom of the Opera“ und die „Blue Man Group“, die unter anderem von der „New York Times“ als die beste Show in Las Vegas gefeiert wurde. Um ehrlich zu sein, können wir diese Euphorie nicht ganz nachvollziehen. Horst wurde nur durch die laute Trommelei am Einschlafen gehindert; Julia blickte nach der Vorstellung etwas traurig drein und ich konnte mit der eigenwilligen Mischung aus ständigen Trommelstakatos und Laserspielereien auch nicht so recht etwas anfangen. Wir waren wohl nicht die einzigen Enttäuschten an diesem Abend. Am Ende der knapp zweistündigen Show fiel der Beifall – ganz unamerikanisch – sehr zurückhaltend aus.

Eine Hochzeitsgondel auf dem Canale Grande

Macht nichts. Nachdem wir das Showtheater verlassen hatten, blickten wir auf den Vorplatz unseres Hotels mit Campanile, Rialtobrücke und singenden Gondolieri. Gute Nacht aus dem „Venetian“ mitten am „Strip“ in Las Vegas.

Watch your Step!

25. August 2010 | Tagebuch US-Westen, Teil 8: Unser Ausflug zum – und über dem atemberaubenden  Grand Canyon.

Inge und Julia auf einem atemberaubenden Felsvorsprung am Grand Canyon

Am Dienstag hatte ich für einige Minuten richtig Angst um meine beiden Mädels. Als ich dann später im Hotel den Videoclip ansah, war ich allerdings mächtig stolz auf sie: Inge und Julia hatten sich am South Rim des Grand Canyon in schwindliger Höhe von rund 1.800 Metern auf einen nur etwa 1,5 Meter breiten Felsvorsprung gewagt. Kaum zu glauben – der Aussichtspunkt ist weder durch Geländer gesichert, noch gibt es Warnschilder, wo doch sonst in den USA vor jeder Stufe ausgiebig gewarnt wird: „Watch your Step!“

Grand Canyon mit dem Colorado River aus "dem Flieger"

Weil wir wegen der langen Fahrten unseren ursprünglichen Plan fallen ließen, den Grand Canyon mit dem Auto zu besuchen, haben wir einen organisierten Ausflug mit einer Propellermaschine der „Vision Air“ von Las Vegas aus nach Tusayan am South Rim gemacht. Während des gut halbstündigen Flugs konnten wir den Colorado River in den Canyon-Schluchten, Lake Mead und den Hoover Dam gut sehen, vom South Rim selbst allerdings nicht all zuviel. Dafür wurden wir während der Busrundfahrt entschädigt, die zu den beiden wichtigsten Aussichtspunkten „Mother Point“ und „Yavapai“ führte. An beiden Stationen hatten wir ausreichend Zeit, um unzählige Fotos, zahlreiche Videoaufnahmen und auch kleine Spaziergänge zu machen, die Inge und Julia schließlich sogar an den Abgrund am Yavapai Point Lookout führten.

Familie am Grand Canyon

Der Spaß ist zwar nicht ganz billig – wir waren nach dem achtstündigen Ausflug allerdings überzeugt, dass sich jeder Cent der rund 200 Dollar (pro Person) gelohnt hat; auch wenn die Flugbegleiterin von „Vision Air“ wie ein Drillmaster der US-Army wirkte und Erklärungen während der Flüge fehlten. Dafür gab’s allerdings reichlich Prospekt- und Kartenmaterial mit dem man sich bei freier Sicht auch in der Luft bestens orientieren konnte.

5. Savannah/Georgia

Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel

24. August 2011 | Teil 8: In Savannah haben wir nach Spuren von Forrest Gump gesucht und uns dabei ziemlich nasse „Hintern“ geholt.

Ausflugsschiff Georgia Queen verlässt den Hafen von Savannah

Es gab genau drei gute Gründe dafür, warum wir den Mittwoch nicht am herrlich breiten Strand direkt vor unserem Hotel auf Hilton Head Island verbracht haben, sondern in das etwa 70 Kilometer entfernte Savannah in Georgia gefahren sind:

1. Wir mussten planmäßig unseren Mietwagen tauschen, um Rückführungsgebühren zu sparen. Also sind wir heute Nachmittag in unseren „Chevi HHR“ bei „Alamo“ am Flughafen von Savannah vor- und mit einem tatsächlich nagelneuen „Jeep Patriot“ wieder abgefahren. Nach Überzeugung von Julia war das „ein gutes Geschäft“, weil sie jetzt mehr Platz auf dem Rücksitz hat.

Mietwagenwechsel in Savannah

Gut so – die lange Fahrt hinunter nach Florida steht uns am Samstag erst noch bevor – aber nur, wenn „Irene“ nicht doch noch Einwände dagegen hat. Zurzeit sieht es allerdings so aus, als sollten wir von dem für Freitag auf unserem Breitengrad erwarteten Hurrikan hier in Hilton Head Island an der Südspitze von South Carolina ganz verschont bleiben.

Die Bank auf der einst Tom Hanks als Forrest Gump saß

2. In Savannah wurden vor 18 Jahren Teile von Horsts Lieblingsfilm „Forrest Gump“ gedreht. Jetzt wollte „unser Papa“ unbedingt auf der Bank Platz nehmen, auf der Tom Hanks in dem sechsfach mit dem Oscar ausgezeichneten Film Pralinen verteilte. Ihr erinnert euch sicher: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel: Man weiß nie so genau, was drinsteckt.“

Das mit der Bank hat nicht geklappt – das Original steht längst im historischen Museum von Savannah. Den ehemaligen Standort konnten wir allerdings mit Unterstützung einer freundlichen Dame im Visitor Information Center herausfinden. Tom Hanks, alias Forrest Gump, saß damals im Jahr 1993 bei den Dreharbeiten auf einer Parkbank am Rande des Chippewa Square, einem der vielen kleinen Parks im Stadtgebiet, die zu den Besonderheiten von Savannah zählen.

Horst und Julia in einem Balkonrestaurant an der River Street

3. Sehenswert ist auch die River Street. Die Bummelmeile mit bunten Souvenirläden, netten Restaurants und Cafés liegt direkt am Savannah River, der die rund 130.000 Einwohner zählende Stadt im Südosten Georgias mit dem gut 20 Kilometer entfernten Atlantik verbindet. Einen besonders schönen Blick auf den Hafen und die mächtige Savannah Bridge hat man vom Balkon in „Tubby’s Tank House“. Während der Raddampfer „Georgia Queen“ zu einer Hafenrundfahrt ablegte, haben wir dort in der warmen Mittagssonne Scampis in verschiedenen Variationen probiert.

Kurze Zeit später – auf dem Rückweg zu unserem Mietwagen – erlebten wir am eigenen Leibe, dass Sommerregen in den US-Südstaaten zwar lauwarm sind, dafür verdammt heftig ausfallen können. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser knöcheltief in den Straßen von Savannah. Während Julia und ich in unseren Flip-Flops weniger Probleme hatten, schimpfte Horst wie ein Rohrspatz, als er notgedrungen Barfuß zu unserem Mietwagen zurück „waten“ musste. Nicht, dass jetzt Jemandem ein weiteres Zitat aus „Forrest Gump“ einfällt: „Dumm ist der, der Dummes tut.”

6. Hilton Head Island/South Carolina

Verjüngungskur im Supermarkt

25. August 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 9: Wundervolle Ferientage auf Hilton Head Island und Entwarnung in Sachen „Irene“.

Julia und Inge am kleinen Hafen von Hilton Head Island

Zunächst war Inge sichtlich verwirrt, später fühlte sie sich geehrt. Als „unsere Mami“ heute Vormittag im Supermarkt hier auf Hilton Head Island bezahlen wollte, wurde sie von der Kassiererin nachhaltig aufgefordert, eine „Identification“ vorzulegen, aus der ihr Alter hervorgeht. Was war passiert? In den Einkaufswagen hatten wir neben Obst auch einen Sixpack „Corona Light“ gepackt. Bier dürfe nur an Personen über 25 Jahren abgegeben werden, wurde Inge von der Kassiererin belehrt, und deshalb sei ein offizieller Altersnachweis erforderlich. Der deutsche Personalausweis half da nicht weiter – das Dokument kannte die amerikanische Supermarkt-Kassiererin überhaupt nicht. Zum Glück akzeptierte sie schließlich Inges Führerschein, wenn auch mit sichtlichem Misstrauen hinsichtlich des Geburtsdatums. Gibt es eigentlich schönere Komplimente?

Blick vom Hotel-Pool auf den Strand von Hilton Head Island

Nach dieser Verjüngungskur im Supermarkt verbrachten wir einen wundervollen Badetag am breiten und weißen Sandstrand direkt vor unserem Hotel. Im Gegensatz zu unserem „FDGB-Ferienheim“ in Myrtle Beach haben wir auf Hilton Head Island mit dem „Holiday Inn Oceanfront“ eine wunderbare Unterkunft gefunden. Das Hotel ist zwar schon etwas älter – aber sehr gepflegt, unser Zimmer ist geräumig, der Swimmingpool riesig und die Internetanbindung blitzschnell. Was will man mehr?

Dabei hätten wir Hilton Head Island wegen „Irene“ fast von unserer Reiseroute gestrichen. Eigentlich ist es nur der Sturheit der Hotelmanagerin zu verdanken, dass wir schließlich doch in diesem Ferienparadies gelandet sind. Angesichts der Hurrikan-Vorwarnungen wollten wir eigentlich von Charleston unsere Festbuchung zum günstigen Preis im „Holiday Inn“ stornieren. Das lehnte die Managerin ab. Also fuhren wir nach Hilton Head Island – und verleben hier wundervolle unbeschwerte Ferientage.

Unbeschwert auch deswegen, weil „Irene“ nach den letzten Prognosen weit an unserem derzeitigen Urlaubsdomizil vorbeiziehen wird. Das Schlimmste, was uns am Freitag passieren kann ist, dass wir wegen der durch den Hurrikan hervorgerufenen Brandung nicht im Atlantik baden dürfen – aber das haben wir ja schon ausgiebig getan. Bei vielleicht nicht ganz so gutem Urlaubswetter können wir dann am Freitag auch unsere Sonnenbrände pflegen, die wir uns heute geholt haben.

Lost and found

26. August 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 12: Julias unvergesslicher Tag in „Universal’s Island of Adventure“ in Orlando/Florida.

Der Hurrikan ist vorübergezogen

Inges erste Order des Tages kam am Freitagmorgen gegen 08.00 Uhr: „Wir müssen unser Auto umparken!“ Der Blick aus dem Fenster auf den Atlantik war heute Morgen tatsächlich furchteinflößend. Die Wolken hingen dicht und in eigenwilligen Konstellationen über dem Wasser. Wir hatten den Eindruck, dass trotz aller vorherigen Entwarnungen jeden Augenblick ein mächtiger Sturm auch auf Hilton Head Island losbrechen könnte. Keine zehn Minuten später waren die Wolken aufgerissen und die Sonne lugte hervor.

Der Leuchtturm am Hafen hat den Hurrikan überstanden

So in etwa verlief der ganze Tag. Ab mittags zeugten zusätzlich kurze Wolkenbrüche davon, dass „Irene“ etwa 300 Kilometer östlich an unserem derzeitigen Urlaubsort vorbeizog. Uns erwischte die erste „Dusche“, als wir gerade die South Beach Marina an der äußersten Spitze von Hilton Head Island besuchten. Der heftige Regen trieb uns geradezu in die „Land’s End Tavern“. Die Spezialität dieser urigen Kneipe direkt am Wasser ist der „Crab Burger“, bei dem statt Rind- Krebsfleisch verarbeitet wird. Einfach köstlich.

Der Hurrikan ist vorüber - auch Inge und Julia kommen zurück an den Strand

Die weiteren „Duschen“, unter anderem am Leuchtturm in Harbour Town, konnten uns Am frühen Abend herrschte am Strand vor unserem Hotel fast so etwas wie Partystimmung. Urlauber und Einheimische waren erleichtert, dass der Hurrikan an Hilton Head Island vorbeigezogen war, ohne Schäden anzurichten. Einige Touristen wagten sich sogar schon wieder ins Meer. Auch wir sind froh, dass wir keine nähere Bekanntschaft mit „Irene“ machen mussten. Gleichzeitig denken wir besorgt an diejenigen, die der Hurrikan in den nächsten Tagen entlang der amerikanischen Ostküste bis nach New York und darüber hinaus wohl ziemlich sicher mit voller Wucht treffen wird. Dabei geht mir der Titel „Lost and found“ schon den ganzen Tag durch den Kopf, den die „Kinks“ vor 25 Jahren veröffentlichten:

Waiting for the hurricane to hit New York City.
Somebody said it’s hit the bay this is the nitty gritty.
And all the bag ladies better put their acts together.
We’re near the eye of the storm this is really heavy weather.
We were lost and found…

7. Von Hilton Head Island nach Orlando/Florida

Zaungäste einer Katastrophe

27. August 2011 |Während wir heute unsere Ferienreise entlang der amerikanischen Ostküste in Richtung Florida fortsetzten, kamen uns viele Helfer auf dem Weg in die Katastrophengebiete im Norden entgegen.

Inge und Julia an der Bundesstaatengrenze zu Florida

Auf der gut 500 Kilometer langen Strecke von Hilton Head Island an der Grenze von South Carolina zu Georgia nach Orlando in der Mitte Floridas sahen wir auf der Interstate 95 immer wieder Konvois mit Rettungswagen und schweren Räumfahrzeugen.

Unterwegs haben wir versucht, aktuelle Informationen über den Verlauf und die Auswirkungen des Hurrikans zu erhalten. Das war gar nicht so einfach. Die Radiosender in Georgia und Florida, die wir auf der Autofahrt empfangen konnten, berichteten kaum über „Irene“. Im „Florida Welcome Center“ bei Jacksonville lief zumindest „CNN Headline News“. Abends im Hotel in Orlando sahen wir skurril anmutende Reporter der amerikanischen Fernsehsender, die von stürmischen Stränden, teilweise bis zur Hüfte im Wasser stehend, aus dem Hurrikangebiet berichteten.

Das lag heute in North Carolina – in dem Bundesstaat in dem wir vor zehn Tagen zu unserer Reise durch Teile des US-Südens gestartet sind. „Irene“ hat dort schwere Schäden angerichtet und nach Berichten der US-Fernsehsender mindestens neun Todesopfer gefordert. Angesichts dieser Katastrophe – und der vermutlich noch schlimmeren Schäden, die der Hurrikan in den nächsten Tagen anrichten wird – ist unser Urlaub längst nicht mehr so unbeschwert wie er am Mittwoch vor einer Woche in Charlotte begonnen hatte. Wir fühlen uns wie Zaungäste einer Katastrophe – und dabei auch irgendwie hilflos.

8. Orlando/Florida

Mit der Security zu Harry Potter

28. August 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 12. Eigentlich hatte sich Julia vorgenommen, den heutigen Tagebucheintrag zu schreiben. Keine Chance – Julia schläft bereits tief und fest und träumt vielleicht von Harry Potter und seinen Freunden.

Das ist der spektakuläre Roller Coaster

Insgesamt haben wir zehn Stunden lang fast ohne Unterbrechung eine Attraktion nach der anderen besucht. Von „Harry Potter and the Forbidden Journey“ war Julia so begeistert, dass wir zu dem nahezu perfekt simulierten Flug gleich zweimal gestartet sind. Noch schneller und verrückter ist die Fahrt mit der Highspeed-Achterbahn „The Incredible Hulk Coaster“, die Julia tapfer allein durchgestanden hat. Gegen den „Hulk Coaster“ wirken Achterbahnen auf dem „Oktoberfest“ wie gemütliche Karussells.

Julia vor dem Hogwarts Express

Horst hätten keine zehn Pferde in diese Ansammlung von Loopings, Spiralen und freien Fällen aus beachtlichen Höhen bekommen. Deswegen hat „unser Papa“ heute wohlweislich einen freien Tag von seinen „Mädels“ genommen und irgendwas für die Hochschule zusammengebastelt. Am Morgen hatte er es offenbar so eilig uns loszuwerden, dass er Julia und mich am falschen – dem Personaleingang für die Universal-Attraktionen absetzte. Ein freundlicher Sicherheitsbeamter hat uns aus der Patsche geholfen. Er ließ uns kurzerhand mit einem Wagen der „Security“ rund drei Kilometer weiter zum richtigen Gästeeingang bringen.

Julia vor dem Wagen der Universal Security

Auch das wird Julia wohl nie vergessen: Sie wurde von der „Universal Security“ zu Harry Potter chauffiert.

Kommentar:

Mary, 29. August 2011
Hallo ihr Drei, da seid ihr Irene ja ganz gut aus dem Wege gegangen/ gefahren indem ihr gegenläufig eure Reise plant ;-)) Weise, weise, weise. Ist alles ja ganz schön spannend und wir wünschen euch noch viele schöne und erlebnisreiche Tage! Viele Grüße aus dem leicht verregneten Oldenburg schicken euch Mary und Rolf

Back to the Future

29. August 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 13: Déjà-vu im Kennedy Space Center

Horst und Julia mit Snoopy im Kennedy Space Center

Das ist ja „Toll“. Auf der rund 80 Kilometer langen Fahrt von unserem Hotel in Orlando zum Kennedy Space Center wurden wir gleich dreimal zur Kasse gebeten. Dabei stieg die „Toll“, also die Autobahngebühr, jedes Mal geringfügig an: Von 75 Cent bei der ersten Zahlstation über einen Dollar auf schließlich 1,50 Dollar. Kurz darauf hatten wir das Besucherzentrum des „Weltraumbahnhofs“ der NASA auf Merritt Island an der Ostküste Floridas erreicht.

Der "Raketengarten" im Kennedy Space Center

Während der zweistündigen Busrundfahrt – mit zwei ausgedehnten Stopps auf dem riesigen Gelände – hatte ich zunächst das Gefühl, dass ich erst vor kurzer Zeit hier gewesen bin. Das Besucherzentrum, die Rundfahrtbusse, der Ablauf des Besichtigungsprogramms – das alles scheint sich in den vergangenen 32 Jahren kaum geändert zu haben. Ich erinnere mich genau – damals im Januar 1979 war ich besonders beeindruckt von dem „Vehicle Assembly Building“, also der Montagehalle für die Weltraumraketen. Das aus der Ferne wie eine große Pappschachtel wirkende Wahrzeichen des Kennedy Space Centers gehört bis heute hinsichtlich des Rauminhalts zu den größten (nicht höchsten) Bauwerken der Welt.

Das Vehicle Assembly Building zählt zu den größten Gebäuden der Welt

Vor 32 Jahren stürmten Tausende, vor allem amerikanische Touristen, das Kennedy Space Center, bestaunten Raketenteile, Astronautenkapseln und Filmvorführungen. Kein Wunder – im Jahr 1979 war die US-Raumfahrt noch in Takt. Damals war noch immer (fast) die ganze amerikanische Nation stolz auf die bemannten Mondflüge zwischen 1969 und 1972. Zudem wurde seinerzeit mit Hochdruck am Space Shuttle gearbeitet, das dann erstmals im Jahr 1981 vom Kennedy Space Center aus abhob.

Abschussrampe für"Mondraketen"

Heute sieht es für die NASA eher düster aus. Nach der Landung der „Atlantis“ am 21. Juli dieses Jahres ist vorerst kein weiterer bemannter Raumflug geplant, zumindest kein Amerikanischer mit Start vom Kennedy Space Center aus. Die Vereinigten Staaten sind bekanntlich nahezu pleite und können sich Männer auf dem Mond in absehbarer Zeit einfach nicht leisten. 

Inge in der Raketenhalle

Auch der freundliche NASA-Mitarbeiter Mark, den wir an der Observation Gantry nach der Zukunft des „Weltraumbahnhofs“ in Florida fragen, vermag uns keine überzeugende Auskunft zu geben: „Es gibt einige internationale Projekte und auch private Investoren haben Interesse.“ Und wann startet hier der nächste Raumflug? Mark zuckt mit den Schultern: „Vielleicht im Jahr 2016…?“

Mit den dahingeschwundenen Weltraumaktivitäten der USA scheint auch das Interesse der Amerikaner am Kennedy Space Center rapide abgenommen zu haben. Heute – zugegeben an einem Montag – verliefen sich nur wenige Besucher auf dem riesigen Gelände, die meisten von ihnen scheinbar aus Bayern. Julia hatte auch gleich eine passende Erklärung parat: „In unserem Englischbuch in der Schule wird das Kennedy Space Center als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in den USA beschrieben.“ In wenigen Wochen erhalten dann die Bayern Gegenbesuch aus Amerika – auf dem Oktoberfest in München.

Rekordjagd bei Disney

30. August 2011 | Trotz vieler anderer Attraktionen in Orlando und Umgebung, ist Disney World immer noch ein Anziehungspunkt für Groß und Klein. Wir waren immerhin für 12 Stunden im Magic Kingdom und haben die Zeit nicht bereut. Hier ist Teil 14 unseres Reisetagebuchs.

Die farbenprächtigen Paraden gehören zu den Höhepunkten beim Besuch in Disney World

Bei einem Besuch in den USA wird man regelmäßig mit Rekordjagden konfrontiert. In Amerika ist nun einmal alles größer, schneller, höher und/oder schöner als woanders. Selbst bei der Berichterstattung über die Auswirkungen des Hurrikans „Irene“ in den vergangenen Tagen vermeldeten Fernsehreporter und Moderatoren regelmäßig vermeintliche Rekorde: Im New Yorker Central Park wurde die stärkste Windgeschwindigkeit aller Zeiten gemessen, die Wellen an der Küste von Connecticut erreichten Rekordhöhen und in New Jersey waren so viele Straßenmeilen unpassierbar wie nie zuvor. Zudem hatten wir den Eindruck, dass die Fernsehsender darum wetteiferten, wessen Reporter tiefer im Wasser stehend aus überschwemmten Gebieten berichten.

Figur von Walt Disney mit Micky Maus im Magic Kingdom

Am Dienstag haben wir uns an der Rekordjagd beteiligt und dafür Walt Disneys „Magic Kingdom“ hier in Orlando ausgewählt. Unsere Bilanz kann sich durchaus sehen lassen:

  • Wir haben den (angeblich) größten Freizeitpark der Welt besucht.
  • Dort haben wir genau zwölf Stunden verbracht und damit einen neuen Familienrekord für die Besuchsdauer eines Freizeitparks aufgestellt.
  • Nie zuvor haben wir soviel Eintritt für den Besuch eines Freizeitparks bezahlt: Immerhin umgerechnet knapp 60 Euro pro Person.
Inge und Julia vor dem legendären Raddampfer

Dafür haben wir allerdings einen wunderbaren Ferientag verbracht, insgesamt 16 Attraktionen erlebt, einige wegen des großen Spaßes sogar zweimal. Zugegeben – Disneys Magic Kingdom wirkt im Vergleich zu neueren Parks wie Universal’s Island of Adventure schon ein wenig altbacken. Es gibt keine halsbrecherischen Achterbahnen – dafür schippern Boote die kleinen und großen Besucher gemütlich durch bunte Märchenwelten mit sprechenden Figuren und bunten Kulissen.

Julia mit Donald Duck

Dabei war uns nicht immer klar, ob die Attraktionen selbst oder die Servicemitarbeiter älter sind. Disney setzt erstaunlich viele Rentner ein, die den Gästen freundlich zuwinken oder auch schon mal mit Nachdruck das Fotografieren mit Blitzlicht untersagen. Bei einigen Fahrten durch nächtliche Gewölbe – wie „Peter Pan’s Flight“ in einer ruckligen Lore auf Schienen – haben wir uns gefragt, ob die Beleuchtung teilweise ausgefallen war oder das Geld für zusätzliche Figuren und Dekorationen einfach nicht ausgereicht hat.

Bootsfahrt zu den Pirates of the Caribbean

Macht nichts – wir hatten an diesem Dienstag großen Spaß, auch wenn die legendäre Disney Parade mit Micky und Co. am Nachmittag wegen eines drohenden Gewitters kurzerhand abgesagt wurde. Der große Regen setzte dann doch erst zwei Stunden später gegen 17.00 Uhr ein. Clever wie wir nun einmal sind, flüchteten wir uns in „Stitch’s Great Escape“. Neben der versprochenen „außerirdischen Erfahrung im Dunkeln“ wurden wir dabei auch kräftig nass gespritzt – so nass, wie nie zuvor in einem Freizeitpark. Schließlich waren wir ja auf Rekordjagd.

Kommentar:

gisi, 31. August 2011
Hallo Ihr Lieben – jeden Morgen mein erster Gang ist zum PC, um ueber die bunte US-Welt, garniert mit Eurem herrlichen Sarkasmus zu lesen und zu schmunzeln. Euch noch viel Spass und schoenes Ferienwetter!

A Chance of Rain.

31. August 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 15: Spaß in einer überdimensionalen Badeanstalt, Futtern im Crab Shack und Änderung unserer Reiseroute.

Horst genießt im Crab Shack seinen Steampot

Seitdem wir vor 14 Tagen in Charlotte (North Carolina) gelandet sind, können wir fast die Uhr danach stellen: Nachmittags gegen 17.00 Uhr gibt’s hier im Süden der USA regelmäßig einen kurzen, zumeist aber heftigen Regenguss. Davor und danach herrscht am Himmel ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken. Das war auch am Mittwoch so, als ich mit Julia das „Aquatica“ gleich neben „Sea World“ in Orlando besuchte.

Dieser riesige Wasserpark bietet Bade- und Rutschspaß für den ganzen Tag. Julia war von den Riesenrutschen besonders begeistert; eine davon führt gar in durchsichtigen Röhren durch ein Delphin-Becken. Mir waren die eher gemütlichen „Floating Rivers“ wesentlich lieber, durch die man sich in Schwimmwesten oder Plastikreifen vorbei an Wasserfällen und Fischaquarien treiben lassen kann. Als am Nachmittag der gewohnte Regen einsetzte, „flohen“ die meisten Gäste aus dem Wasserpark. Wir blieben standhaft und hatten anschließend die überdimensionale Badeanstalt fast für uns alleine.

Inge hat am Mittwoch im Hotel einen Arbeitstag eingelegt und dabei sogar etwas Taschengeld für unseren Urlaub verdient. Gut so. Am Abend leisteten wir uns dann ein ausgiebiges Essen in „Joey’s Crab Shack“. Das Meeresgetier wird hier in Eimern oder Kochtöpfen serviert und muss von den Gästen selbst „auseinandergebaut“ werden. Dazu werden unterschiedliche Werkzeuge wie Hammer oder Nussknacker benutzt. Es sei denn, der Gast bevorzugt vorgefertigte Gerichte, so wie meine beiden Mädels: Steak mit Scampi (Inge) bzw. Pasta mit Scampi (Julia). Die beiden saßen schon eine geraume Zeit sichtlich gelangweilt herum, als ich noch immer an meinen Crab Legs herumbastelte.

Abendessen im Crab Shack Orlando

Zurück zum Wetter. An der Westküste Floridas soll es in den nächsten Tagen nicht nur gelegentlich, sondern überwiegend regnen. Also haben wir heute beim Abendessen einstimmig beschlossen, die Reiseroute zu ändern. Am Donnerstag geht’s nicht wie geplant nach St. Petersburg und Fort Myers, sondern schnurstracks in den Süden. Von Florida City aus wollen wir dann am Freitag in den Everglades auf Alligatoren und Mückenjagd gehen. Ob’s gelingt? Wir halten euch weiter auf dem Laufenden.

Nachtrag, 01.09.2011, 09.30 Uhr: Die Routenänderung erweist sich als richtig. Ein weiterer Hurrikan nimmt Kurs auf die US-Küste. „Katja“ soll im Golf von Mexiko landen und auch die Westküse Floridas tangieren.

9. Florida City/Florida

Kaffeefahrt durch Florida

1. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 16: Pflichteintrag über eine endlose Fahrt mit Starbucks-Pausen bei richtigem Sch…wetter.
Bei schlechtem Wetter in den Süden Floridas

Heute haben wir darum geknobelt, wer den Tagebucheintrag verfasst. Inge hat gewonnen und ich muss schreiben. Über was?Zum Beispiel, dass wir statt der geplanten fünf – über acht Stunden für die Fahrt von Orlando nach Florida City südlich von Miami benötigten, weil unsere Pausen bei „Starbucks“ (für E-Mails und Latte) und bei „Cracker Barrel“ (für ein uriges amerikanisches Lunch) einfach zu lange ausgefallen sind.Dadurch erreichten wir am Nachmittag genau zur Rush Hour den Großraum Miami – dazu auch noch bei richtigem Sch…wetter. Soviel zum Thema „Sunshine State“. Für die etwa 30 Kilometer von Miami bis Florida City brauchten wir dann allein gut zwei Stunden.

Ich könnte auch darüber schreiben, dass wir heute gleich zweimal mit den Zapfanlagen an Tankstellen gekämpft haben. In der Theorie ist das Tanken in den USA eigentlich ganz einfach: Kreditkarte reinstecken und schnell wieder rausziehen. Dann die Aufforderung zur Eingabe des Sicherheitscodes. Unserer ist vierstellig, die Zapfanlage will aber fünf Ziffern. Also rein in die Tankstelle zum Kassierer. Da warten schon ein halbes Dutzend Kunden, während der Mann an der Kasse seelenruhig telefoniert. Als Inge an der Reihe ist, dreht und wendet der Tankwächter die Kreditkarte und kommt schließlich zur Erkenntnis „It doesn’t work“. Komisch, beim letzten Mal hat’s noch ganz gut „geworkt“.

Bemerken sollte ich allerdings noch, dass Inge mal wieder die genau richtige Unterkunft für uns hier in Florida City gefunden hat. Bequemer geht’s nicht. In der „Travelodge“ sind wir mit dem Heck unseres Mietwagens fast bis ins Zimmer gefahren. So konnten wir selbst bei strömendem Regen unsere Koffer ausladen. Unser Motelzimmer ist sauber, hat zwei riesige Betten, einen überdimensionalen Flachbildschirm – und vor allem eine blitzschnelle Internetanbindung. So müssen wir morgen früh nicht zu „Starbucks“ (wg. E-Mails etc.) und können direkt nach dem – im günstigen Übernachtungspreis enthaltenen – Frühstück die Everglades erkunden. Dazu muss nur noch das Wetter mitspielen.

P.S. Das Copyright für den Titel unseres heutigen Tagebucheintrags liegt bei Daniel Oestreich, der folgenden Tweet absetzte: „Nächstes Jahr buche ich auch so eine ‚Mit Starbucks durch die USA’- Reise. Guten Appetit“

Everything bites

1. September 2011 | Teil 17: Unser wundervoller Tag in den Everglades mit Alligatoren, Schlangen, Schildkröten, vielen Vögeln und überraschend wenig Mücken.

Startklar: Unser Airboat Driver J.D.

Der Spruch des Tages kam von J.D. Das ist der Airboat Driver, der uns am Freitagmorgen von der „Alligator Farm“ in Homestead mit rasender Geschwindigkeit und großem Krach ein Stück weit durch die Everglades chauffierte. „Don’t put your hand into the water, everything bites“, warnte uns J.D. als wir in sein eigenwilliges Gefährt einstiegen.Zunächst ging’s langsam an Dutzenden Alligatoren vorbei, die zum Greifen nahe durch das dunkel-trübe Wasser an unser Airboat heranglitten. Dann drehte der Driver auf und wir schossen mit ziemlicher Geschwindigkeit durch die Sumpflandschaft der Everglades. Jedes mal wenn J.D. sein Airboat um bis zu 360 Grad drehte, bekamen wir eine Wasserladung ab, weil wir in der ersten Reihe saßen. Der Spaß war’s allemal wert. Die knapp 30 Minuten lange Airboat-Fahrt (oder Flug) gehört ganz bestimmt zu den Höhepunkten unserer Reise.

Julia und Inge auf dem rasen auf dem Airboat durch die Sumpflandschaft

Es war eine gute Idee gleich morgens gegen 9 Uhr die „Alligator Farm“ zu besuchen. Wir waren die ersten Gäste des Tages und hatten auch bei der Schlangen- und Alligator-Show nahezu Privatvorstellungen. Mit uns waren höchstens zwanzig weitere Besucher in der Anlage, in der Alligatoren, Amerikanische Krokodile, zahlreiche Schlangenarten, Schildkröten und sogar ein Florida Puma zu sehen sind. Im Vergleich zu den Preisen bei Disney und Co. in Orlando empfanden wir den Eintrittspreis von 23 Dollar inkl. Airboat dazu auch noch ausgesprochen günstig.

Julia mit einem jungen Alligator

Nach gut zwei Stunden fuhren wir dann weiter in den eigentlichen Everglade National Park. Auf zwei Trails – das sind Rundwege von etwa einem Kilometer Länge – machten wir dann Bekanntschaft mit einer weiteren für diese Gegend typischen Spezies: den Mücken. Aus der Erfahrung eines früheren Besuchs in den Everglades hatte Inge der ganzen Familie wohlweislich Jeans und langärmlige Oberteile verordnet, dazu auch noch reichlich Mückenspray beschafft. Spätestens auf dem „Gumbo Limbo Trail“ wussten wir diese Vorsorge zu schätzen. Während andere Besucher entnervt mit den Moskitos kämpften, kamen wir ziemlich unbeschadet durch die Sumpflandschaft und konnten auf dem benachbarten „Anhinga Trail“ auf Alligator-Suche gehen. Mit Erfolg!

Ein Alligator lugt aus dem Wasser

Die rund 70 Kilometer lange Fahrt durch die Everglades bis zur Südspitze nach Flamingo hat sich durchaus gelohnt. Zwar haben wir dort bei einer weiteren Bootstour nicht – wie erhofft – auch noch Amerikanische Krokodile zu sehen bekommen, dafür schwammen minutenlang Delphine neben unserem Boot her. Beeindruckend hier ist der Wechsel zwischen Mangrovensümpfen und weiten Seenlandschaften, die allmählich in den Atlantik übergehen.

Als wir heute Abend bei „Mamma Mia’s“, einem vorzüglichen „Italiener“ in Homestead, zusammensaßen, haben wir immer noch um die Wette über diesen wundervollen Tag in den Everglades geschwärmt – und uns darüber gefreut, dass wir nicht gebissen wurden. Die paar Mückenstiche lassen sich schnell verschmerzen.

P.S. Bis zur Vorbereitung auf unsere Florida-Reise war mir nicht klar, dass es in den Everglades tatsächlich Alligatoren und Amerikanische Krokodile gibt. Die „Gators“ haben ein breiteres Maul, sind dunkler und bevorzugen Süßwasser. Dagegen sind die „Crocs“ vorwiegend in Atlantiknähe zu finden, weil sie sich im Salzwasser wohler fühlen. In den Wintermonaten soll man bei Flamingo an der Südspitze der Everglades gelegentlich beide Spezies auf engem Raum beobachten können. „Vertragen die sich denn?“, fragte ich unseren Bootsführer Jack auf der Tour am Nachmittag. „Nein, die kämpfen auch gegeneinander“, war seine Antwort. „Und wer gewinnt dabei?“ Jack: „Das größere Tier – das ist meistens das Croc.“

10. Miami und Miami Beach/Florida

The Rich and Shameless

3. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 18: Einen Tag zu Gast auf der „Schokoladenseite“ von Miami. Unter anderem waren wir dort, wo die Superreichen in Miami wohnen. Viele von ihnen stellen ihren Besitz  unverhohlen zur Schau.

Julia vor der Skyline von Miami

Gut, dass wir einmal mehr unserem Reiseführer nicht gefolgt sind, sonst wären wir am Samstag womöglich im Zoo von Miami gelandet. Wir sind lieber direkt zum Bayside Marketplace gefahren, haben ganz in der Nähe einen günstigen Parkplatz gefunden und sind gleich nach Ankunft zu einer Hafenrundfahrt gestartet. Titel der Tour: „Cruise to the Rich and Shameless“.

Bevor wir jedoch die Wohnorte der Reichen und Superreichen aus ziemlicher Nähe betrachten konnten, hatten wir zunächst einen traumhaften Blick auf die Skyline von Miami – die sich unserer Meinung nach durchaus mit der Südspitze Manhattans messen kann.

Julia und Inge auf dem rasen auf dem Airboat durch die Sumpflandschaft

Weiter ging’s zunächst zu den „gewöhnlich Reichen“, die ihre Zweit-, Dritt- oder Viertwohnsitze in einer monströsen Wohnanlage auf Fisher Island am Rande des Hafens von Miami haben. Neben der amerikanischen Talk-Legende Oprah Winfrey und weiteren Größen wurde von der Reiseleiterin ausdrücklich Boris Becker als einer der berühmten Bewohner erwähnt. Ein weiterer Deutscher hat sein Anwesen ein paar Haus- oder besser wohl Inselnummern weiter auf Star Island. Um ehrlich zu sein, hatte ich vorher noch nie von Thomas Kramer gehört. Inge konnte sich daran erinnern, dass sie neulich in einer Illustrierten beim Friseur etwas über den aus dem Taunus stammenden mehrfachen Milliardär gelesen hatte. Der soll seine viele Kohle als Grundstücksmakler und Risikoanleger in den Staaten gemacht haben, ringt auf der „Insel der Reichen und Schamlosen“ offenbar aber immer noch um Anerkennung.

Vermeintlicher Partykönig Thomas Kramer

Als wir mit dem Ausflugsboot an Kramers beeindruckender Villa ganz langsam vorbeischipperten, produzierte sich der Mittfünfziger gerade vor einem Fernsehteam im Garten seines Hauses. Trotz des Schildes „Party in Progress“ schienen Kramer und eine sehr junge Schönheit die einzigen Gäste dieser merkwürdigen Veranstaltung zu sein.

Ob der Milliardär wirklich Spaß an seiner eigenen Party hatte, vermochten wir nicht einzuschätzen. Sicher ist, dass viele Exil-Kubaner, die an diesem Samstagnachmittag fernab der Reichen und Spinner am Bayside Marketplace zu heimischen Songs einer Live-Band tanzten, unglaublich viel Spaß hatten.

Tanzende Exel-Kubaner auf dem Bayside Marketplace

Wir haben auf der gesamten Reise nicht so viele glückliche Menschen gesehen – auch nicht bei Disney und Co. Viele von denen, die da tanzten, klatschten und die Band anfeuerten, waren vermutlich nur für einen Nachmittag zu Gast auf der „Schokoladenseite“ Miamis. Die Stadt mit dem klangvollen Namen im Süden Floridas ist eine der ärmsten der USA, hat eine der höchsten Kriminalitätsraten und ist Heimat von einigen Schamlosen.

Autofreier Sonntag

4. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 19: Viel Art Déco, einige Bauruinen und keine Parkplätze am Labour Day Wochenende in Miami Beach.

Die berühmte Baywatch-Station in Miami Beach

Entscheidung für unseren autofreien Sonntag in Miami Beach schon bei Ankunft an unserem Hotel am frühen Samstagabend: „Unseren Mietwagen bewegen wir hier bis zu unserer Abfahrt nach Key West keinen Millimeter mehr weg“ (das hörte sich so an, als wenn er seinen Studis den nächsten Klausurtermin vorgibt).Zuvor waren wir bereits dreimal um das „The Claridge Hotel“ an der Collins Avenue gekreist, ohne überhaupt zum Gepäckentladen anhalten zu können. In den USA ist Labour Day Wochenende, d.h. der Montag ist auch noch frei und alle populären touristischen Ziele sind restlos überlaufen – ganz besonders Miami Beach. Zum Glück hatte „unser Papa“ zufällig eine Lücke auf einem öffentlichen Parkplatz gegenüber vom Hotel entdeckt. Das war denn auch der einzige freie Parkplatz, den wir während unseres Aufenthalts in Miami Beach sahen.

Der weite Sandstrand von Miami Beach

Also sind wir am Sonntagvormittag zu Fuß aufgebrochen, um das eigentliche Zentrum der Touristenmetropole am Ocean Drive mit seinen Art-Déco-Bauten zu erkunden. Die gut drei Kilometer haben wir bei glühend heißer Sonne abwechselnd auf dem prima angelegten Beach Walk oder direkt am Strand zurückgelegt. Unser Eindruck ist, dass es der Strand von Miami Beach bei langem nicht mit dem auf Hilton Head Island aufnehmen kann. Wegen einiger Bauruinen erinnerte uns die Szenerie teilweise sogar an den – inzwischen von uns verpönten – Myrtle Beach.

Im Art Déco Viertel von Miami Beach

Das Bild ändert sich allerdings, wenn man das Art Déco Viertel mit seinen buntbemalten Hotels aus den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts erreicht. Nahtlos geht es dann in die „Fressmeile“ von Miami Beach über, in denen die Touristen mit „Special Offers“ gelockt werden. Das ist sicherlich hübsch für’s Auge – allerdings weniger für den Magen. Ich habe in meinem Caesar’s Salat in einem angeblich „typischen spanischen Restaurant“ neben zu viel Essig und unappetitlichen Flecken am Tellerrand auch noch deutliche Hinweise auf die Haarfarben des Küchenpersonals vorgefunden.

Das Claridge Hotel in MIami Beach

Weil’s am Nachmittag immer schwüler wurde, haben wir uns von einem Taxi in unser Hotel zurückbringen lassen und sind noch ausgiebig Baden gegangen. Noch ein paar Hinweise zu unserer „Herberge“: „The Claridge Hotel“ ist mit seinem Baujahr 1928 für amerikanische Verhältnisse schon ein altehrwürdiges Gebäude. Eigentlich hat das Hotel so ziemlich alle Macken, die man sich vorstellen kann:

  • Kein freier Parkplatz für die Gäste;
  • als wir eincheckten, war die gebuchte Zimmerkategorie belegt;
  • in der (angeblich „upgegradeten“) Juniorsuite gab’s bislang zwei kleinere Wasserschäden;
  • die Schlüsselkarte ist regelmäßig defekt;
  • der Kühlschrank musste erst von einem Techniker instand gesetzt werden;
  • in der näheren Umgebung gibt’s kein Restaurant – unglaublich für die USA – nicht einmal einen McDonalds oder Co.;
  • das von einem Italiener aus Rimini betriebene Restaurant im Hotel verlangt den Gästen jede Menge Geduld ab (auf zwei Portionen Nudeln und ein Steak mussten wir heute Abend weit mehr als eine Stunde warten);
  • und schließlich funktioniert das Internet nur gelegentlich (weswegen unser Tagebucheintrag vom Samstag völlig verspätet ins Netz ging).
Julia in der Halle des Claridge Hotels

Halt – nicht dass uns jetzt jemand den „Urlaubretter“ von „RTL“ hier in Miami Beach auf den Hals hetzt: Wir fühlen uns in diesem „Laden“ sauwohl. Woran liegt’s? Vielleicht an der Architektur des Hauses in kitschig-spanischem Stil , dem herrlichen Innenhof mit Springbrunnen und Whirlpool, den Laubengängen statt „glatter“ Hotelflure oder an dem zwar spärlich jedoch geschmackvoll eingerichteten Zimmer mit Blick auf den Miami Beach Kanal und einem kuschelig weichen Bett. Es war schön für zwei Nächte, die Zweckmäßigkeit amerikanischer Hotels bzw. Motels mit diesem nicht ganz perfekten Kleinod zu tauschen.

11. Key West/Florida

Key West Intermezzo

5. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 20: Sonnenuntergang an der Südspitze der USA – mehr geht nicht.5. September 2011.

Julia im legendären Sonnenuntergang in Key West

Unser Urlaub wird immer schöner – und nun ist er bald zu Ende. Heute Abend gab’s das nächste Highlight. In Key West an der Südspitze Floridas erlebten wir den legendären Sonnenuntergang mit Live-Bands, tanzenden, lachenden und auch feuchtfröhlich feiernden Menschen. Beim Betrachten der Szenerie mussten wir unweigerlich an den Song „Key West Intermezzo“ (YouTube) denken, den John Mellencamp 1996 veröffentlichte. Der amerikanische Folkrocker besang darin nahezu unnachamlich das bunte Treiben am Mallory Square zwischen Sonnenunter- und aufgang.

Ein Artist unterhält die Menschen nach dem Sonnenuntergang

Schon die insgesamt 270 Kilometer lange Fahrt von Miami über 42 Brücken und teilweise bezaubernde Inseln der Florida Keys war ein beeindruckendes Erlebnis. Als wir am frühen Nachmittag unser Hotel „The Inn“ in Key West erreichten, wurde unser Glücksgefühl noch einmal gesteigert. Inge hatte einmal mehr ein wunderschönes Hotel unter Palmen, direkt am Meer, mit riesigem Swimmingpool und geschmackvoll eingerichteten Zimmern im Internet gefunden – und das auch noch zu einem unglaublich günstigen Preis. Grund: Nach dem Labour Day Wochenende ist in Key West die Sommersaison heute zu Ende gegangen und die Hotels wetteifern mit günstigen Preisen um die wenigen Urlauber.

Julia im Swimmingpool unseres Hotels in Key West

Am Nachmittag sind wir dann im Zentrum von Key West auf erste Entdeckungstour gegangen, haben uns unter anderem das Haus des amerikanischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Ernest Hemingway („Der alte Mann und das Meer“) angesehen und den berühmten „Lime Pie“ probiert. Dieser süß-saure Limonenkuchen, der auf den ersten Blick so aussieht, wie eine zu flach geratene Käsesahnetorte, ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Da waren uns später nach dem Erlebnis des Sonnenuntergangs die Köstlichkeiten in einem kubanischen Lokal – unter freiem Himmel in der lauwarmen Luft – schon wesentlich lieber.

Karibisches Abendessen

Das karibische Flair gefällt uns so gut, dass wir uns spontan entschlossen haben, unser „Key West Intermezzo“ um einen Tag bis Mittwoch zu verlängern – und dafür den ursprünglich geplanten letzten Einkaufstag in Fort Lauderdale zu streichen. Selbst die „Mädels“ haben dagegen keine Einwände… 

Kommentare:

gisi, 6. September 2011
… und bitte bei Sloppy Joes den Mojito trinken, den Hemingway so geliebt hat

Thomas, 6. September 2011
Einmal in meinem Leben war ich in Key West und wollte den Sonnenuntergang sehen. Der Kai war voll, die Getränke kühl, die Sonne rutschte zum Horizont…. und dann schob ein Hafenschlepper ein riesiges Kreuzfahrtschiff an den Kai und nix war’s mit Sonnenuntergang. Am Kai spielten sich kleinere Revolutionen ab, der Abend ertrank in Cocktails. Und das berühmte grüne Blitzen im Moment des Sonnenuntergangs haben einige zwar gesehen, aber es hatte eher mit Cocktails zu tun, als mit der Sonne….
Ihr habt Glück gehabt.

Southernmost Point

6. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 21: Zweiter Tag unseres „Key West Intermezzos“ mit Postkartenfotos ohne Postkarten und einer rasanten Jet-Ski-Fahrt.

Familie am südlichsten Punkt der USA

Bei früheren Urlaubsreisen waren Stopps in Souvenirläden mit Postkarten im Angebot Pflichtsache. Schließlich wollte Julia den Daheimgebliebenen regelmäßig über ihre Erlebnisse in den Ferien berichten. Inzwischen haben Postkartenverkäufer eine Kundin weniger. Julia meldet sich jetzt mit aktuellen „Statusbeiträgen“ via Facebook bei ihren Freundinnen. Für ihre Oma, die zurzeit bei meiner Schwester in Roquetas (Südspanien) ist, haben wir heute sogar eine Live-Übertragung vom Swimmingpool unseres wunderschönen Hotels in Key West mit Hilfe des iPads über „Skype“ eingerichtet. So konnte Julia ihrer Oma davon berichten, dass wir bereits am „Southernmost Point“, dem südlichsten Punkt der USA auf dem amerikanischen Kontinent, unser „Pflichtfoto“ geschossen haben.

Julia im - und Inge am Pool unseres Hotels in Key West

ulia hat ihrer Oma auch erzählt, dass es auf Key West durchaus wunderschöne palmenbewachsende Sandstrände gibt, die wegen der vielen Algen im Wasser jedoch kaum zum Baden einladen. Deshalb ist sie froh, dass wir einen so wunderschönen Swimmingpool in unserem Hotel haben, der nicht nur sehr groß ist, sondern mit einem künstlichen Sandstrand und dichtem Palmenbewuchs karibisches Flair bietet.

Inge und Horst am Strand von Key West

Natürlich hat Julia ihrer Oma auch voller Stolz erzählt, dass sie heute zum ersten Mal mit einem Jet Ski gefahren ist. Mit einiger Hartnäckigkeit hatte sie zuvor ihren Papa überredet, mit ihr dieses Abenteuer zu wagen.

Um ehrlich zu sein war ich richtig froh, als die beiden nach einer Dreiviertelstunde wohlbehalten zur Verleihstation der Jet Skis ganz in der Nähe unseres Hotels zurückkehrten. Julia und Horst schwärmten jedenfalls noch am Abend von ihren wilden Ritten über das Wasser in der Bucht von Key West.

Horst und Julia auf dem Jet-Ski

Schade, dass wir morgen die „southernmost“ Insel Floridas wieder verlassen müssen. Für uns war der zweitägige Aufenthalt in Key West ein weiterer Höhepunkt unserer Reise durch Teile des US-Südens.

Bar mit Kultstatus in Key West

P.S. Für Gisela: Danke für deinen Tipp, einen „Hemingway Mojito“ in „Sloppy Joe’s Bar“ im Zentrum von Key West zu nehmen. Wir haben’s dann doch sein lassen, weil wir (erstens) beim „Sunset“ schon einen Drink genommen hatten und (zweitens) die Bar von Typen (so eine Art „Altrocker“) bevölkert war, die irgendwie nicht zu unserer ausgelassenen Urlaubsstimmung zu passen schienen…

Bilanz unserer Reise

Viele Tops und wenig Flops

7. September 2011 | Tagebuch US-Süden, Teil 22: Bilanz unserer Reise durch die Carolinas, Georgia und Florida.  

Vor dem Rückflug: Horst und Julia in Fort Lauderdale

Da sind wir nun in unserem „Best Western“ in Fort Lauderdale nördlich von Miami. Am Donnerstagmittag wird auf dem wenige Kilometer entfernten Flughafen unsere Maschine nach Charlotte in North Carolina starten. Am Abend geht’s von dort a us Nonstop weiter nach München, wo wir am Freitagmorgen ankommen sollen. Es ist Zeit für eine kurze Bilanz unserer Ferienreise. Um es gleich vorwegzunehmen: Die rund 2.500 Kilometer lange Tour durch Teile des US-Südens hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach unseren tollen Erlebnissen an der US-Ostküste und in Kanada vor zwei Jahren sowie nach unserer Rundreise an der Westküste einschließlich Las Vegas im letzten Jahr, waren wir der Ansicht, dass eine Steigerung nicht mehr möglich sei – inzwischen sind wir uns da gar nicht mehr so sicher.

Unser Hotel "The Inn" in Key West

Hier sind die Tops und Flops der vergangenen 21 Tage im US-Süden:

Bester Urlaubsort: Große Einigkeit in der Familie – Key West, die südlichste Spitze der USA auf dem amerikanischen Kontinent, war der krönende Abschluss. Dazu beigetragen haben die wundervolle Atmosphäre während des legendären Sonnenuntergangs und unser Hotel „The Inn“ mit einem palmenumsäumten Swimmingpool und künstlichem Sandstrand.

Schwächster Urlaubsort: Auch hier herrscht Einigkeit – Myrtle Beach erinnerte trotz des weiten Sandstrandes zu sehr an hässlich verbaute Touristenburgen an der spanischen Küste – wie bei Alicante. Gut und ausgesprochen preisgünstig war allerdings das Angebot an Seafood in Myrtle Beach. Außerdem fanden wir hier mit dem „Coastal Grand“ das mit Abstand beste Shopping Center während unserer Reise.

Hotspot der Reise: Für Julia war’s „The Wizarding World of Harry Potter“ in „Universal’s Island of Adventure“ in Orlando. Horst schwärmt noch immer von der rasanten Airboat-Tour in den Everglades und ich fand die Bootsfahrt in Miami mit dem herrlichen Blick auf die Skyline besonders schön.

Coldspot der Reise: Alle drei Stimmen für die „Sawgrass Mills Mall“. Das angeblich größte Factory Outlet Center Floridas am Rande von Fort Lauderdale, das wir heute noch besuchten, entpuppte sich trotz zahlreicher namhafter Marken als eine Ansammlung von Ramschläden.

Bestes Hotel auf der Reise: Keine Frage – die ganze Familie wird vermutlich noch in Jahren von „The Inn at Key West“ schwärmen. Das Beste: Weil am Tag unserer Ankunft die Sommersaison zu Ende war, zahlten wir für unseren Aufenthalt in dieser Luxusanlage weniger, als in einer deutsche Großstadt für ein Mittelklasse-Hotel.

Schlechtestes Hotel der Reise: Auch hier herrscht große Übereinstimmung im Hinblick auf das „Springmaid Beach Resort“ in Myrtle Beach. Unser Zimmer war noch ganz okay – vor allem weil die Klimaanlage den Krach der startenden und landenden Maschinen auf dem nur etwa einen Kilometer entfernten Flughafen übertönte. Wir haben den „Schuppen“ sofort nach Ankunft in „FDGB-Ferienheim“ umbenannt.

Größtes Glück der Reise: Wir sind von den Naturkatastrophen, die die USA in den letzten Wochen heimgesucht haben, vollständig verschont geblieben. Von dem Erdbeben – im gar nicht so weit von uns entfernten Virgina – haben wir zufällig in Charleston erfahren. Hurrikan „Irene“ ist mit großem Abstand an uns verbeigezogen als wir auf Hilton Head Island waren und der Tropensturm „Lee“ tobte sich im Golf von Mexiko aus – ebenfalls weit genug von uns entfernt.

Dann bleibt abschließend nur noch die Frage, auf was wir uns zu Hause am meisten freuen? Julia: Auf ein deutsches Frühstück mit einer knackigen Brezn. Diese amerikanischen Kombinationen mit Eiern, Schinken, Pancakes oder French Toast sind nicht „ihr Ding“. Horst hat angekündigt, dass er endlich mal wieder bei richtig kühlem Schmuddelwetter im dicken Anorak durch die Gegend laufen wolle. Bei ständig über 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit in den vergangenen drei Wochen ist das nachvollziehbar. Und ich freue mich schon auf die erste Nacht ohne die Geräusche einer Klimaanlage. Ob ich dann überhaupt noch einschlafen kann? Am Freitagabend wird’s sich zeigen.

Danke an alle, die unser Tagebuch verfolgt – und uns immer wieder mit Tipps für unsere Reise versorgt haben. Mehr von den Müllers auf Reisen gibt’s spätestens ab Mitte August 2012. Wo’s dann hingeht? Am liebsten wieder in die USA – Tipps für eine weitere Route nehmen wir gern entgegen.

Kommentare:

Thomas D., 8. September 2011
2012: ab in die Rockies 🙂

Ulrike Langer, 8. September 2011
Liebe Inge, lieber Horst, liebe Julia, super, dass Ihr so viel Spaß bei Eurer Tour durch den Südosten hattet! Mir hat es großen Spaß gemacht, hier alle so schön und witzig berichteten Erlebnisse mitzuferfolgen. Ich habe mich am späten Abend immer schon auf die nächste Folge gefreut.

Tipps für die nächste Rundreise???? Das ist doch völlig klar: Nach dem Südosten kommt der Nordwesten! Größtmöglicher Kontrast. 30 Grad können wir übrigens auch (= Vorhersage für das kommende Wochenende, aber ohne schwüle Luft). Vorteil für Horst: weniger durchgeschwitze Hemden).

Jetzt kommt aber erst mal gut wieder heim und schlaft den unvermeidlichen Jetlag aus. Guten Flug!


Inge Seibel
8. September 2011
Fein, freuen uns schon aufs nächste Jahr – zu Besuch bei unserer treuen Stammleserin 🙂
Jetzt komme Du erst mal bei uns vorbei: die Müller-Family freut sich!

Inge Seibel, 8. September 2011
YES: Guter Vorschlag 🙂

Ulrike Langer, 8. September 2011
Tausche ein f gegen ein v

Halley,  7. November 2011
Tipps für die nächste Rundreise???? Das ist doch völlig klar: Nach dem Südosten kommt der Nordwesten! Größtmöglicher Kontrast. 30 Grad können wir übrigens auch (= Vorhersage für das kommende Wochenende, aber ohne schwüle Luft). Vorteil für Horst: weniger durchgeschwitze Hemden).
+1