7. Cartagena: Was für ein Reiseziel

Der einzige Anlaufhafen in Südamerika war ein weiterer Höhepunkt auf unserer Kreuzfahrt mit “Mein Schiff 6”. Es gab nur ein Manko: Die Zeit reichte bei weitem nicht aus, um alle Sehenswürdigkeiten der kolumbianischen Millionenstadt und ihrer reizvollen Umgebung zu erkunden. Diesmal mussten wir uns mit den malerischen Teilen der Altstadt von Cartagena begnügen. 

Bilder aus Cartagena

Torre del Relol ist der "Eingang" zur Altstadt von Cartagena

Elektronischer Morgenstern als Weihnachtsdekoration am Plaza de la Aduana

Blick durch die Calle 34 auf den Turm der Kathedrale von Cartagena

Typische Trachten der Obstverkäuferinnen in der Altstadt

Kaffeepause in der kleinen und feinen Bar El Baron am Plaza San Pedro Claver

Viele Häuser in der Altstadt von Cartagena sind bunt und reizvoll verziert

Ein Obstverkäufer bahnt sich seinen Weg in einer der engen Gassen zwischen Touristen und dem Autoverkehr

Die Fassade des Teatro Herida unweit der Stadtmauer am Karibischen Meer

Die Kirche Santisima Trinidad im Stadtteil Getsemani

Castillo de San Felipe de Barajas - eine frühere Festung gegen Seeräuber

Diesen Kolumbien-Kapuzineraffen haben wir in einem "Mini-Dschungel" fotografiert...

...der direkt am Hafeneingang liegt. Stars sind hier jedoch die vielen Papageien

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Melissa, eine aus Kolumbien stammende ehemalige Medienstudentin von mir, hatte uns einige Tage vor unserer Ankunft in Cartagena de Indias (so der vollständige Name) noch viele Tipps per E-Mail für unseren Aufenthalt übermittelt. Leider haben wir an diesem Dienstag nur einen Bruchteil geschafft – die Liegezeit war mit insgesamt nur acht Stunden für diese wundervolle Stadt einfach zu knapp bemessen.

Schnellste Fortbewegungsmittel bei dem dichten Verkehr in Cartagena sind Motorräder

Von Alfonso ließen wir uns in seinem Mini-Taxi zu viert für zehn US-Dollar vom außerhalb gelegenen Hafen in die Altstadt fahren. Vom Torre del Reloj durchstreiften wir die malerischen Plätze und engen Gassen mit bunten Häusern und zahlreichen Souvenirläden. Wir sahen die Kathedrale (leider nur von außen), mehrere beeindruckende Denkmäler und machten schließlich Pause in der schmucken Bar El Baron am Plaza San Pedro Claver. Hier trafen wir den Geschäftsführer Noah. Der 29jährige Deutsche lebt schon seit sieben Jahren in Cartagena und will nach eigenen Angaben gar nicht mehr weg – so schön sei das Leben hier, versicherte er uns.

Blick auf Cartagena bei diesiger Sicht vom Aussichtspunkt Castillo de Popa

Gerechterweise muss erwähnt werden, dass der Wohlstand längst noch nicht alle Kolumbianer erreicht hat, auch nicht in Cartagena. Einen Eindruck von der immer noch verbreiteten Armut in den Randvierteln der Hafenstadt erhielten wir, als wir am Nachmittag – wieder mit Alfonso – zur Festung Castillo des San Felipe de Barajas und auf den Aussichtsberg Castillo la Popa fuhren. Bevor uns unser Taxifahrer in den Hafen zurückbrachte, zeigte er uns noch die Stadtteile San Diego – hier wurde der Schriftsteller Gabriel García Márquez geboren – und Getsemani, das auch heute noch vorwiegend von Nachfahren schwarzer Sklaven bewohnt wird.

Selfie mit Ex-Papst Johannes Paul II.

Als wir abends beim Auslaufen unseres Schiffes noch einmal auf Cartagena de Indias blickten, haben wir uns fest vorgenommen, eines Tages zurückzukehren. Dann werden wir bestimmt die Isla del Encanto besuchen. Das soll die schönste der Inselgruppe Las Islas del Rosario sein – hatte uns Melissa versichert.