5. Puerto Limón: Tor zum tropischen Paradies

Der größte Hafen an Costa Ricas Atlantikküste ist nur Zwischenstation auf dem Weg in den Cahuita Nationalpark. Neben herrlichen Badebuchten gibt’s dort auch Faultiere, Kapuzineraffen, Waschbären und mit der Gelben Wimpern Viper eine besonders giftige Schlangenart. 

Bilder aus dem Cahuita Nationalpark

Inge und Horst am Strand des Cahuita Nationalparks

An der Atlantikküste von Costa Rica gibt's hohe Wellen und starke Strömungen

Bananen sind neben medizinischen Geräten die wichtigsten Exportprodukte Costa Ricas

Faultiere verstecken sich gern in hohen Bäumen. Wir sahen dieses Exemplar in einer Aufzuchtstation

Kapuzineraffen tummeln sich regelrecht im Cahuita Nationapark

Klein und besonders giftig: Die Gelbe Wimpern Vipert

Weihnachtsschmuck auf einem Haus in der Nähe von Puerto Limón

previous arrow
next arrow
Slider

Manchmal sieht die Realität doch anders aus als medial vermittelte Eindrücke. Costa Rica gilt vielfach als der Vorzeigestaat in Mittelamerika mit allerlei sozialen Errungenschaften und wenig Kriminalität. Nach unserem kurzen Besuch in Puerto Limón, dem mit 100.000 Einwohnern größten Hafen des mittelamerikanischen Staates an der Atlantikküste, haben wir einen anderen ersten Eindruck gewonnen: Die Stadt wirkt insgesamt ärmlich und auch recht schmuddelig. In den Straßen sahen wir viele offensichtlich Drogenabhängige. Unsere örtliche Reiseleiterin Anita, die wir im Hafen samt ihres Kleinbusses “angeheuert” hatten, mahnte uns während der Fahrt durch die Stadt die Fenster geschlossen zu halten, um Räubern keine Angriffsflächen zu bieten.

Weite Teile von Puerto Limón machen einen ärmlichen Eindruck

Einzige Sehenswürdigkeiten der Stadt sollen der Markt und der Parque Vargas sein. Vom Markt konnten wir uns kein Bild machen, da er während unseres Aufenthalts am Sonntag geschlossen war. Der Parque Vargas, ein kleiner exotischer Stadtpark direkt gegenüber dem Hafen, wirkte verwahrlost, auch wenn einige – von unten kaum erkennbare – Faultiere in den hohen Bäumen Siesta machten. Da stellte es sich als regelrechter Glücksfall heraus, dass wir mit Anita nicht nur eine Taxifahrerin mit komfortablem Kleinbus – sondern gleichzeitig auch eine versierte Reisebegleiterin gefunden hatten, die mit uns in den 45 Kilometer südlich von Puerto Limón gelegenen Cahuita Nationalpark fuhr.

Anita war unsere versierte Reisebegleiterin in und um Puerto Limón

Der Ausflug in den Nationalpark, in dem Besucher mit etwas Glück Faultiere, Kapuzineraffen, Waschbären und sogar Kaimane zu sehen bekommen, ist geradezu ein Muss für Reisende, die nach Puerto Limón kommen. Aber Vorsicht – der Fußweg durch das dschungelartige Gelände direkt hinter dem nicht ganz weißen Sandstrand birgt auch Gefahren – so wie die Gelbe Wimpern Viper. Ein Biss der winzigen gelben Schlange würde für Menschen tödlich sein. Zudem sollte man beim Bad im herrlich warmen Atlantik die starke Strömung beachten. Wer eine erfahrene einheimische Begleitung – sowie wir Anita am Sonntag – an der Seite hat, wird einen herrlichen Tag in einem tropischen Paradies erleben.