4. Roatán: Ein wenig Paradies in Honduras

Nach einem Tag auf der größten der zur Gruppe der Islas de la Bahía gehörenden Insel vor der Karibikküste von Honduras fällt es uns schwer, uns ein Urteil über die touristische Attraktivität zu bilden. Bei dem von TUI Cruises organisierten Ausflug sahen wir durchaus schöne Strände, aber auch viel Dreck und Anzeichen von Armut. Verzerrt wurde das Bild zweifelsohne durch sintflutartige Regenfälle, die an den Tagen zuvor über Roatán niedergegangen waren und deutliche Spuren vor allem auf den Straßen hinterließen.

Schnappschüsse von Roatán

Ausblick auf die Hafenbucht von Roatán von Deck der Mein Schiff 6

Bunte Holzhäuser auf Pfählen entlang des Hafens von Roatán

Eine typische Straßenszene von der Insel - hier die "Haupteinkaufsstraße"

Nach schweren Regenfällen waren am Freitag fast nur Kreuzfahrtgäste in den Strandhotels

Ein Schiffswrack gehört vor allem für Taucher zu den Attraktionen von Roatán

Im Gumbalimba Botanical Park gibt's besonders zutrauliche Leguane zu sehen

Zum Bild der grünen Insel gehören auch die vielen Kokospalmen

Die Vortänzerin einer Folkloregruppe der Caracol, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Roatán kamen

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Wir hatten uns nicht zuletzt wegen des schlechten Rufs, den Honduras auf Grund seiner hohen Kriminalität nun einmal hat, zur Teilnahme an dem von TUI Cruises angebotenen Ausflug “Roatán Schnappschüsse” entschlossen. Für 49 Euro pro Person erhielten wir bei der fünfstündigen Tour in  einem Kleinbus tatsächlich einen ersten Eindruck von der Insel. In Sachen Kriminalität beruhigte uns der ganz passabel englisch sprechende örtliche Reiseleiter Elio: Auf dem Festland von Honduras sei es tatsächlich lebensgefährlich, insbesondere für ihn, da er aus Venezuela stammt. Da reiche schon ein falsches Tattoo, um von einer Gang umgebracht zu werden. Roatán sei dagegen geradezu ein Paradies, in dem es fast keine Kriminalität gebe.

Inge unterstützte den örtlichen Reiseleiter Elio mit Übersetzungen bei dem Ausflug

Für den Tourismus ist Roatán fast noch Neuland. In dem kleinen Inselmuseum erfuhren wir, dass der erste internationale Flug im Jahr 1999 aus Mailand kommend hier landete. Zehn Jahre später legte mit der “Norwegain Seabourn” im November 2009 das erste Kreuzfahrtschiff in Roatán an. Seitdem hat sich der Tourismus zur wichtigsten Wirtschaftsquelle der Insel entwickelt. Im aktuellen – aus unserer Sicht allerdings sehr “eigenwilligen” – Ranking von TripAdvisor zu den “Besten Reisezielen 2017” nimmt Roatán immerhin den 15. Platz ein. Da können wir nicht mithalten. Wir werden Roatán in guter Erinnerung behalten – aber sicherlich hier keinen Urlaub verbringen, dazu ist das allerorten sichtbare Gefälle zwischen bitter arm und super reich dann doch zu groß.